Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.  

Tagesexkursionen

Mai Juni September

 

 
  Programm 2007  
   
  Kontakt & Erreichbarkeit  
   
 
Hinweise

Die Anmeldungen zu den Tagesexkursionen gelten als bestätigt, wenn sie nicht spätestens 10 Tage vor Beginn der Exkursion schriftlich oder fernmündlich widerrufen sind. Die Teilnehmerkapazitäten sind begrenzt. Mitglieder der Akademie werden vorrangig aufgenommen. Im übrigen richtet sich die Aufnahme nach der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Der Teilnehmerbeitrag für die Tagesexkursionen ist, sofern im Einzelfall nichts anderes ausgewiesen, jeweils 40,-- €, für Mitglieder der Akademie 30,-- €. Für Schüler ab 12 Jahren, Auszubildende und Studenten beträgt er 15,-- €, sofern Mitglied 10,-- €. Kinder unter 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen sind kostenfrei, müssen aber ebenfalls rechtzeitig angemeldet sein. Der Teilnehmerbeitrag wird spätestens 7 Tage vor Beginn der Exkursion auf das Konto der Akademie erbeten. Die Kosten für ein Mittagessen sind im Exkursionsbeitrag nicht enthalten. Es wird jeweils ausreichend Zeit für eine Mittagspause gegeben, die in einer Gaststätte gemeinsam verbracht werden kann. Die entsprechenden Vorsorgen werden getroffen.


Mai Seitenanfang

Mittwoch, 09. Mai, 07:50 Uhr-20:00 Uhr Termin
TE-CU a
ROMANISCHE KIRCHEN IN ANGELN

Dr. Helga de Cuveland

Das 12. Jahrhundert war die Zeit der großen Dombauten im altdänischen Reich. Gleichzeitig mit den Kathedralen erhielt auch die jütische Halbinsel den größten Teil der noch heute existierenden Landkirchen, und in kaum einer anderen Gegend Europas ist der Anteil der Romanik am Gesamtbestand so groß wie hier. Die Landschaft Angeln gehörte während des Mittelalters zum Bistum Schleswig. Nach dem Bau der dortigen Domkirche entstand in Angeln ein dichtes Netz von Pfarrkirchen. Fast alle mittelalterlichen Kirchen entstanden zwischen 1150 und 1250. Der Granitquaderbau ist der besondere und höchst originelle Beitrag Jütlands zur romanischen Baukunst. Er dominiert im Norden und ist südlich des Herzogtums Schleswig eine große Ausnahme. In Angeln haben Norderbrarup, Sörup, Munkbrarup und Husby Granitquaderkirchen.. Auf kunstvoll profilierte Sockel wurden Schiff, Chor und Apsis aus diesem härtesten Baumaterial in einer enormen Arbeitsleistung aufgebaut. Romanische Reliefplastiken mit Tierdarstellungen finden sich an Portalen und an den Sockeln. Der auffallend reiche Bestand an romanischen Steintaufen aus der Erbauungszeit der Kirchen zeigt das typische Dekor des damaligen nordischen Kunstkreises: Rankenornamentik und Tiere bis zu figurenreichen szenischen Erzählungen biblischen Inhalts an der Taufenkuppa. Wir sehen die Kirchen in Munkbrarup, Satrup, Sörup, Norderbrarup und Ulsnis. Vorgedachter Ablauf: Vormittags, Kirche Munkbrarup und Kirche Sörup, Mittagessen in Satrup im Angelner Hof, danach Kirche in Satrup, Kirche Norderbrarup, Kirche Ulsnis

  • 07.50 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207
  • 08.00 Uhr ab Bergedorf ZOB S-Bahnhof
  • Rückkehr an Bergedorf gegen 20.00 Uhr
  • (weitere Zusteigestationen, die wir rechtzeitig bekannt geben, können vorgeschaltet werden)

Samstag, 12. Mai, 09:00 Uhr-12:30 Uhr Termin
TE-BU a
KUDDEWÖRDE – EIN BESONDERER ORT IM LAUENBURGISCHEN
Spaziergang durch Dorf und Teile der Gemarkung von Kuddewörde

Dr. Werner Budesheim

Kuddewörde
Treffpunkt:
Treffpunkt: 09:00 Uhr
Dorfplatz vor der Gaststätte „Zur Eiche“ am „Brink“

Kuddewörde zählt zu den am frühesten erwähnten Dörfern im heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg. Sein Ortsname ist wohl schon dem 9. Jahrhundert zuzuordnen, womit es sich als eine Ansiedlung, ausgehend vom nordelbischen Zentralpunkt Hamburg, billeaufwärts gegen das im Osten von Slawen besiedelte Land orientiert. Das Angerdorf liegt exzentrisch zu seiner Gemarkung an einem linkseitig parallel zur Bille von SW nach NE verlaufenden Weg. In der Billeniederung befinden sich die Reste einer ehemaligen Ritterburg, von der wohl auch der Name für das Dorf ausging: „Kudde“ meint ein vertieftes Gebiet, wo man etwas gräbt (z.B. „Lehmenkudde“, vgl. auch die Wortbildung „Kuddelmuddel“), und „-wörde“ bedeutet so viel wie „aufgeworfenes Land“ (vgl. Worth, Wart, Warft). So wird verständlich, dass der Name wohl von der in der Billeniederung errichteten Motte oder Burganlage ausging. Das verschiedene Bausteinmaterial der kleinen Steinkirche des Kirchdorfs zeugt von einer vielhundertjährigen Geschichte. Die Kirche enthält einen barocken Taufengel. Der sog. Kasseburger „Runwall“, eine slawische Burganlage des späten 8. Jahrhunderts, liegt nicht in der Kasseburger, sondern in der Kuddewörder Gemarkung. Es lohnt also, an einem schönen Maientag für drei Stunden, Dorf, Kirche und Teile der Gemarkung zu besuchen und zu erkunden.

Treffpunkt ist um 09.00 Uhr der Dorfplatz vor der Gaststätte „Zur Eiche“ am „Brink“ (bitte aber nicht dort die Autos abstellen!). Der Rundgang endet gegen 12.30 Uhr.

 

Die FLA bietet diese kleine Führung für Ihre Mitglieder und natürlich auch für Gäste kostenfrei an. Jedoch wird eine Anmeldung erbeten.

Samstag, 26. Mai, 07:50 Uhr Termin
TE-VÖ
MARINESSTADT KIEL

Dr. Stefan Vöhringer

Kiel
Treffpunkt: Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207

Die Einrichtung des Reichskriegsmarinehafens bedeutete für Kiel eine zweite Stadtgründung. In der Folgezeit wuchs seine Einwohnerzahl exponentiell, expandierte die Werftwirtschaft und entstanden neue Stadtteile, die Kiels Erscheinungsbild bis heute prägen. Die Tagesexkursion führt zu ausgewählten Schauplätzen, die für die Marinegeschichte Kiels stehen.

Programm: Dampferfahrt von Kiel nach Möltenort - Besichtigung des U-Boot Ehrenmals - Führung durch das Ehrenmal in Laboe - Denkmalspaziergang durch den Kieler Schlosspark - Fahrt auf den Turm des Kieler Rathauses.

Wegen der anfallenden Eintrittskosten und der Kosten für die Sonderführung ist diese Exkursion etwas teurer: 35,-- € für Mitglieder, 45, -- für Gäste.

  • 07.50 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207
  • 08.00 Uhr ab Bergedorf ZOB S-Bahnhof
  • (weitere Zusteigestationen, die wir rechtzeitig bekannt geben, können vorgeschaltet werden)


Juni Seitenanfang

Samstag, 16. Juni, 07:50 Uhr-19:30 Uhr Termin
TE-CU b
WISMAR UND NEUKLOSTER

Dr. Helga de Cuveland

Die sehenswerte historische Altstadt der Hansestadt Wismar ist ein Erlebnis: Ihre Wahrzeichen sind die „Wasserkunst“ von 1602 auf dem weiten Marktplatz, Bürgerhäuser wie der „Alte Schwede“ und das Schabbelhaus (Museum), vor allem aber der Fürstenhof, ein Renaissancegebäude (Mitte 16. Jh.), Sitz der mecklenburgischen Herzöge, im Stil eines italienischen Palazzo mit aufwendigem Terrakottaschmuck. Die Sankt Nikolai Kirche stellt eines der schönsten Zeugnisse mittelalterlicher Backsteinbaukunst dar. Hochrangige Ausstattungsstücke, wie der Marienschrein, Schifferaltar, Thomasaltar, Krämeramtsaltar finden Bewunderung. In St. Nikolai haben Werke der zerstörten und in der Wiederherstellung begriffenen St. Georgenkirche, das Triumphkreuz und der stolze Hochaltar, und solche aus der mit Ausnahme des Turms völlig zerstörten Marienkirche Obdach gefunden. Sie bereichern hervorragend den großen Schatz mittelalterlicher Kunstwerke.

Neukloster Die Kirche des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, eine spätromanische Basilika enthält Kleinode wie die Glasmalereien von 1235/45 in den Chorfenstern und der Schnitzaltar einer Rosenkranzmadonna (16. Jh.).

Vorgedachter Ablauf:

  • vormittags Wismar Innenstadt mit Markt (Wasserkunst) und Bürgerhäusern, Fürstenhof und St. Nikolaikirche.
  • Mittagessen zur freien Verfügung. Dazu gibt es am Marktplatz reichlich Gelegenheit,
  • nachmittags Weiterfahrt nach Neukloster, Besichtigung der Klosterkirche.
  • 07.50 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207
  • 08.00 Uhr ab Bergedorf ZOB S-Bahnhof
  • Rückfahrt: an Bergedorf gegen 19.30 Uhr
  • (weitere Zusteigestationen, die wir rechtzeitig bekannt geben, können vorgeschaltet werden)

Samstag, 30. Juni, 07:30 Uhr Termin
TE-BA
INDUSTRIEKULTURELLE INSELN IN DER PRIGNITZ

Sven Bardua, Redakteur
Dr. Götz Goldammer

Die Fahrt geht in das nordwestliche Brandenburg, um dort das ehemalige Gaswerk Neustadt (Dosse), die ehemalige Papierfabrik Hohenofen bei Neustadt sowie einen Abschnitt vom Dosse/Rhinkanal zu besichtigen. Die Papierfabrik (ursprünglich stand dort ein mit Raseneisenstein gefütterter Hochofen) war eine von dem preußischen Staat geförderte Ansiedlung und einer der ganz wenigen Industriebetriebe der Region – und noch heute mit allen Maschinen vollständig erhalten. Über die einst im Unterlauf schiffbare Dosse und den Rhin (-kanal) ist die Region in der frühindustriellen Phase erschlossen worden; später haben dies die Berlin-Hamburger Eisenbahn und Brandenburgische Städtebahn (sie kreuzen sich in Neustadt) übernommen. Die Dosse sorgte außerdem für das nötige Frischwasser und den Turbinenantrieb der Papierfabrik. Das Gaswerk ist ein typischer Vertreter einer kleinstädtischen Versorgungsanlage (es gab einst Hunderte von Gaswerken, Wasserwerken, E-Werken auch in den kleineren Städten Deutschlands) auch darüber hinaus das einzige vollständig erhaltene Gaswerk in Deutschland.

  • 07.30 Uhr ab Hamburg - Parkplatz gegenüber dem Dammtorbahnhof bei der Tankstelle
  • 08.00 Uhr ab Bergedorf ZOB S-Bahnhof
  • 08.05 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207
  • 08.25 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle B 207 Ecke Hamburger Straße

(in Zusammenarbeit mit der Geographischen Gesellschaft Hamburg)


September Seitenanfang

Samstag, 08. September, 07:50 Uhr Termin
TE-BU b
DER „limes Saxoniae“, DIE GRENZE KARLS DES GROßEN ZWISCHEN DEM NORDALBINGISCHEN SACHSEN UND DEM ÖSTLICHEN SLAWENLAND
(von der Elbe bis zur Trave)

Dr. Werner Budesheim

Der Kanzler des historisch bedeutenden Bischofs Adalbert von Bremen, Adam von Bremen, berichtet in seiner Hamburger Kirchengeschichte um 1075, dass Karl der Große (um 810) die Grenze Sachsens (limes Saxoniae) nördlich der Elbe gegen die östlichen Slawen festgelegt habe. Die Grenze beginnt an der Einmündung der Delvenau in die Elbe (umstritten), geht dann über die Delvenau in den Hornbeker Mühlenbach, von da zur Billequelle und benennt dann mit „Birznig“ eine Station, die nicht geklärt ist. Von da geht sie zur Süderbeste und mit deren Einmündung in die Trave in den „silva Travena“. Es werden verschiedene Stationen des ehemaligen Grenzverlaufs aufgesucht und problematisiert.

  • 07.50 Uhr ab Bergedorf ZOB S-Bahnhof
  • 08.00 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207
  • (weitere Zusteigestationen, die wir rechtzeitig bekannt geben, können vor- und nachgeschaltet werden)

Samstag, 15. September, 09:00 Uhr-12:00 Uhr Termin
TE-BU c
WIR GEHEN DEN BACH HINUNTER

Dr. Werner Budesheim

Hohenhorn
Treffpunkt: 09.00 Uhr ist der westlich Ortsausgang von Hohenhorn in Richtung Wald.

Wanderung durch das geologisch und morphologisch interessante Bistal von Hohenhorn über den Geestrand hinaus in die Elbmarsch bis zu den Besenhorster Dünen. Talbildung und Dünenentstehung werden u.a. unterwegs erläutert.
Treffpunkt um 09.00 Uhr ist der westlich Ortsausgang von Hohenhorn in Richtung Wald.

 

Dies ist ein kostenfreier Beitrag der FLA für die gemeinsamen Aktionstage des Forums für Kultur und Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg mit dem Thema „Bach in der Linse“.

Samstag, 22. September, 07:20 Uhr-20:30 Uhr Termin
TE-CU c
PELLWORM UND NORDSTRAND

Dr. Helga de Cuveland

Pellworm und Nordstrand liegen in einer einzigartigen Landschaft, dem Wattenmeer. Beide Inseln haben eine gemeinsame Vorgeschichte und erst durch die Sturmfluten von 1362 und 1634, bei denen weite Landstriche im Meer versanken, ihre heutige Gestalt erlangt. Nach jenen schicksalhaften Ereignissen entwickelten sie sich unterschiedlich. Den vom König unterstützten Wiederaufbau begannen die Nordstrander mit Hilfe holländischer Zuwanderer, die außer ihrer Sachkenntnis im Deichbau ihren altkatholischen Glauben mitbrachten. Die von den Janseniten gegründete Kirchengemeinde ist heute Zentrum für diese Glaubensrichtung für ganz Norddeutschland. Auch Pellworm wurde mit Hilfe niederländischer Deichbauer wieder befestigt. Bei der Sturmflut von 1634 blieben von neunzehn Kirchen nur drei übrig, die Vinzenzkirche auf Nordstrand sowie die Neue Kirche und die Salvatorkirche auf Pellworm. Letztere bildet mit ihrem heute noch 25 Meter hohen ruinenhaften Turm das Wahrzeichen der Insel. Auf dieser Reise verbindet sich das Erlebnis der nicht von hektischem Tourismus überlaufenen Inselnatur mit Eindrücken von der bemerkenswerten Ausstattung der drei alten Kirchen und der spannenden Geschichte der altkatholischen Religionsgemeinschaft und ihres kleinen Gotteshauses auf Nordstrand. Gedachter Ablauf: vormittags Nordstrand mit Altkatholischer Kirche und Vinzenzkirche. Mit der Fähre nach Pellworm, Mittagessen im Restaurant „Alte Kirche“, Rundfahrt über die Insel, Alte Kirche und Neue Kirche. Zurück mit der Fähre nach Nordstrand.

Wegen besonderer Kosten für Eintritte und Fähren ist der Beitrag für Mitglieder 40, -- € und für Gäste 50, -- €.

  • 07.20 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Grotensahl B 207
  • 07.30 Uhr ab Bergedorf ZOB S-Bahnhof
  • Rückfahrt, an Bergedorf gegen 20.30
  • (weitere Zusteigestationen, die wir rechtzeitig bekannt geben, können vorgeschaltet werden)


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