Abendvorträge 2019

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11. April 2019 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
BERNHARD SCHMIDT (1879-1935) UND DIE ENTWICKLUNG DES SCHMIDTTELESKOPS

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Universität Hamburg, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik

Hauptstraße 18d, 21465 Wentorf bei Hamburg, Angerhof🗺️

Vor genau 140 Jahren wurde Bernhard Schmidt (1879-1935) auf der Insel Naissaar (deutsch Nargen) in Estland geboren. Bei Experimenten mit Schießpulver verlor er als Jugendlicher seinen rechten Arm. Nach einem Ingenieurstudium an der Chalmers University of Technology in Göteborg, Schweden, und am Technikum Mittweida, Sachsen, von 1901 bis 1904, eröffnete er in Mittweida eine Werkstatt für astronomische Instrumente. Astronomen schätzten die Qualität seiner Teleskope.
Seit 1925 entwickelte er für die Hamburger Sternwarte ein innovatives Instrument zur Astrophotographie - kurzbrennweitig, mit einem großen Gesichtsfeld und ohne Bildfehler. Dazu verlegte er seine Werkstatt in die Sternwarte und schuf seinen 36cm "Schmidtspiegel" (44cm sphärischer Spiegel, 36cm Korrektionsplatte, Öffnungsverhältnis 1:1.75, 62.5cm Brennweite). Nach Schmidts Tod veröffentlichte der Direktor der Hamburger Sternwarte Details der Konstruktion. Einige parallele Versuche von Teleskopen mit großem Gesichtsfeld werden vergleichend ebenfalls diskutiert (Karl Schwarzschild in Göttingen, Yrjö Väisälä in Finnland, Maksutov in Rußland).
Nach dem Zweiten Weltkrieg verbreiteten sich die Schmidtspiegel, 1948 der erste große Schmidtspiegel, der "Big Schmidt" (126cm), Mount Palomar, USA. Der 80cm Schmidtspiegel der Hamburger Sternwarte (1955) hat seit 1976 erfolgreich auf Calar Alto, Spanien, gearbeitet.

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